Politische Bildung vor Ort – Unterrichtsgang zur „Halle 116“ und zu den „Wegen der Erinnerung“

Im Rahmen zweier Ausflüge zur politischen Bildung im April besichtigten drei BIK-Klassen sowie drei BVJ-Klassen unserer Ludwig-Bölkow-Schule Donauwörth den Lern- und Erinnerungsort „Halle 116“, eine ehemalige Außenstelle des Konzentrationslagers Dachau, und begaben sich anschließend auf die „Wege der Erinnerung“ durch die Straßen Augsburgs.

Am Vormittag konnten sich die Schülerinnen und Schüler entweder einer deutschen oder einer ukrainischen Führung anschließen und sich bei dieser durch die vier Ausstellungsräume der „Halle 116“ in die Vergangenheit der ehemaligen Außenstelle des Konzentrationslagers Dachau begeben. Eifrig wurden Papier und Stift gezückt, um sich Notizen zu den neu erhaltenen Informationen zu machen und neu gelernte Begriffe und Wörter niederzuschreiben. Besonders beeindruckten unsere Lernenden Zeugnisse persönlicher Schicksale der Lagerinsassen – wie zum Beispiel Briefe an Verwandte –, die es im dritten Ausstellungsraum zu entdecken galt.

Nach der selbst gestalteten Mittagspause machten sich die Klassen in jeweils zwei Gruppen auf in die Augsburger Innenstadt, um im Rahmen der „Wege der Erinnerung“ von weiteren Einzelschicksalen zu erfahren, die während der NS-Zeit in Augsburg von Ausgrenzung, Demütigung, Vertreibung und Vernichtung betroffen waren. Die gut einstündige Tour zu ausgewählten „Stolpersteinen“ und „Erinnerungsbändern“ hinterließ bei vielen unserer Jugendlichen und jungen Erwachsenen – ganz im Sinne lebendiger Erinnerungskultur – einen bleibenden Eindruck und löste mitunter große Betroffenheit aus. Ein herzliches Dankeschön gilt allen teils ehrenamtlichen Guides der Stadt Augsburg sowie der „ErinnerungsWerkstatt“, die auf kurzweilige Art und Weise zum Gelingen dieses wertvollen Unterrichtsgangs beigetragen haben.